ENERGIEBEWEGUNG NIEDERÖSTERREICH

Wir haben die Kraft. Nutzen wir sie.

 

Atommüll - nein danke

Auch ohne schwere Zwischenfälle sind Atomkraftwerke gefährlich. Sie produzieren ständig hochgiftigen Müll, der so lange sicher verwahrt werden muss, bis die radioaktiven Stoffe in tausenden Jahren zerfallen sind. Das Problem dabei: Weltweit gibt es derzeit kein sicheres Endlager für hochradioaktiven Müll 1.

Erfahrungen mit der Lagerung von radioaktiven Abfällen in Deutschland haben gezeigt wie schwierig die Suche nach geeigneten Lagerstätten ist. So gab es im Endlager Asse bereits im Jahr 1978 einen Wassereinbruch, der erst 30 Jahre später saniert wurde. Mittlerweile geht man davon aus, dass der Abfall unter immensen Kosten wieder aus dem Bergwerk heraustransportiert werden muss und die schwierige Suche nach einem sicheren Lager wieder von vorne beginnt 2.

Altlasten die tausende Jahre überdauern

Das Kernproblem liegt im lange andauernden Zerfall von radioaktiven Stoffen. Manche Abfallprodukte wie z. B. Plutonium haben eine Halbwertszeit von mehreren 10.000 Jahren. Auch ein Endlager soll für diese Zeit und darüber hinaus absolut sicher sein. Es darf weder durch Naturkatastrophen oder durch menschliche Einflüsse zu einem Austritt der giftigen Stoffe kommen. Aber auch wir Menschen sind eine mögliche Gefahrenquelle: Nach derart langer Zeit wird der Standort der Deponie in Vergessenheit geraten und kann im schlimmsten Fall aus Unwissenheit heraus wieder geöffnet werden oder auf andere Art und Weise zu einer Gefahr für die in der Nähe wohnenden Menschen werden.

Vom Kraftwerk ins Bergwerk

Radioaktives Material wird zunächst am Kraftwerksgelände selber zwischen gelagert. Dabei kann es einige Jahre dauern bis die Wärme und/oder die Radioaktivität soweit abgeklungen sind, dass der Müll überhaupt erst weitertransportiert und unter Tage deponiert werden kann. Die Lagerstätten müssen Erdbeben und Bewegungen der Erdkruste dauerhaft standhalten und gegen den Eintritt von Wasser dauerhaft geschützt sein. Wie schwierig die Suche nach solchen Standorten ist, zeigt die in der Einleitung erwähnte Tatsache, dass es laut dem Bundesamt für Strahlenschutz in Deutschland weltweit noch kein Endlager gibt. Vielmehr lagert der hochradioaktive Atommüll direkt am Kraftwerksgelände, in der Hoffnung irgendwann ein wirklich sicheres Endlager zu finden.

Endlager in der Nähe von österreichischer Grenze verhindern

Nächstes Jahr untersucht Tschechien einige Standorte hin auf ihre Eignung als Atommüll-Endlager. Auch Orte in der Nähe von Niederösterreich sind im Gespräch. Aufgrund der großen Unsicherheiten ist ein Endlager ein Risiko und daher nichts, was man sich in seiner unmittelbaren Nachbarschaft wünscht.

Die Energiebewegung stellt daher folgende Forderungen in Bezug auf die tschechischen Bemühungen für ein mögliches Atommüll-Endlager:

  • Mögliche negative Auswirkungen auf Niederösterreich (=grenznaher Standort) verhindern!
  • Transparente Suche und nachvollziehbares Auswahlverfahren mit ausreichender Öffentlichkeitsbeteiligung!

 

Unterschreibe auch Du gegen ein grenznahes Endlager

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Sammle Unterschriften in deiner Nachbarschaft:
Einfach Liste ausdrucken, ausfüllen und zurückschicken! Ausgefüllte Listen bis spätestens 29. 9. 2017 per Post, E-Mail oder Fax an: Energie- und Umweltagentur NÖ, Grenzgasse 10, 3100 St. Pölten, office@enu.at; +43 2742 219 19-120 (Fax) Download Liste
Unter allen UnterstützerInnen verlosen wir übrigens tolle Preise (PV-Anlage, e-Auto zum Testen,..)!

Weitere Informationen

1 Quelle: http://www.bfs.de/DE/themen/ne/endlager/standortauswahl/standortauswahl_node.html   abgerufen am 8.6.2017
2 Quelle: http://www.planet-wissen.de/technik/atomkraft/atommuell/pwieproblematommuell100.html   abgerufen am 8.6.2017